Anatomie-Exkurs zum Thema der Woche „Bauch“

Diese Woche habe ich die Stunde auf den Fokus „Bauch“ gerichtet und die Asanas entsprechend dahin aufgebaut und zum Teil abgewandelt. Vielleicht interessiert es den ein oder anderen, wie die Bauchmuskeln aufgebaut sind und welche Funktion sie haben.

Unsere Bauchmuskeln werden in drei Gruppen eingeteilt:

Der gerade Bauchmuskel = Klassisches Sixpack (Waschbrettbauch): Er ist mitunter dafür da, das Becken zu heben (z.B. bei Lolasana). Bei Kontraktion (Anspannung) der geraden Bauchmuskeln werden die Bauchorgane zusammengedrückt und die Lendenmuskulatur (unterer Rücken) gestützt was für eine Entlastung der Wirbelsäule sorgt, z.B. beim Hochheben schwerer Gegenstände.

Die schrägen Bauchmuskeln sind in den äußeren schrägen Bauchmuskel und in den inneren schrägen Bauchmuskel geteilt. Beide sind für die Rotation (alle Asanas, in denen wir uns drehen, z.B. gedrehter Krieger II oder gedrehtes Parshvakonasana) zuständig.

Ist der äußere schräge Bauchmuskel verspannt, erschwert das die Drehpositionen. Das Anspannen der äußeren schrägen Bauchmuskulatur unterstützt die Kompression der Bauchorgane und trägt zum Schutz der Lendenwirbelsäule (unterer Rücken) vor Überlastung bei.

Der innere schräge Bauchmuskel arbeitet mit dem Beckenboden zusammen, z.B. wenn wir Husten, Niesen oder Lachen. Ebenfalls trägt die Aktivierung des Muskels zum Schutz des unteren Rückens bei.

Der vierte und tiefste Muskel ist der quer verlaufende Bauchmuskel. Durch das Anspannen dieses Muskels wird der Bauch komprimiert, zieht sich nach innen und fördert auch eine Massage der Bauchorgane. Navasana (Das Boot) ist die perfekte Übung, um den querverlaufenden Muskel zu stärken.

Dies war ein kleiner Exkurs in Richtung Yoga Anatomie „Bauch“ und hilft denjenigen, die an der ein oder anderen Stellen mehr über das Yoga, die Wirkung und die Zusammenhänge verstehen möchten.

Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Lesen….

Namaste, Eure Kathi